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Tieflader

(163 produkte)

Beim Tieflader stehen die Räder seitlich neben der Ladefläche, nicht darunter. Der Kasten sitzt dadurch tief, lässt sich bequem beladen und liegt ruhig auf der Straße; Hersteller wie Anssems und Böckmann nennen diese Bauart auch Kastenanhänger.

Bei uns stehen 159 Tieflader von Neptun, Anssems, Böckmann, TPV, Brenderup und Variant zur Wahl – vom kleinen Einachser ab €599 bis zum Tandem für €4.919. Lkw- und Schwerlast-Tieflader gehören nicht dazu; wer einen Minibagger oder Lader bewegen will, findet die passenden Maschinentransporter gleich nebenan.

Ansicht als

Tieflader oder Hochlader?

Der Unterschied steckt in den Rädern – und er kostet den Tieflader Ladebreite. Beim Hochlader sind die Räder unter der Ladefläche montiert, deshalb geht keine Ladebreite an die Räder verloren. Bei Böckmann, Anssems und Brenderup liegt die Ladefläche der Tieflader niedriger als die der Hochlader derselben Marke.

Tieflader oder Hochlader
MerkmalTiefladerHochlader
Räderneben der Ladeflächeunter der Ladefläche
Ladekantemeist niedrigermeist höher
Ladebreitedurch die Räder begrenztvolle Breite über den Rädern

Wer viel von Hand lädt – Grünschnitt, Umzugskartons, Werkzeug, Mülltonnen –, ist mit dem Tieflader gut bedient. Wer mit dem Stapler von der Seite laden will oder Platten fährt, die breiter sind als der Raum zwischen den Rädern, ist beim Hochlader richtig: Hochlader lassen sich je nach Modell über abklappbare Seitenwände auch von der Seite oder mit dem Gabelstapler beladen. Eine Auswahl finden Sie bei den Hochladern.

Größen, Gewichtsklassen und Preise

Die meisten sind Einachser: 129 Modelle, dazu 30 Tandems mit zwei Achsen hintereinander. 91 kommen ohne eigene Bremse aus, 68 sind gebremst.

Größen, Gewichtsklassen und Preise
Zul. GesamtgewichtModellePreis ab
500 kg5€710
550 kg1€668
750 kg90€599
1.000 kg8€1.199
1.200 kg4€1.599
1.300 kg8€1.781
1.350 kg16€1.683
1.500 kg4€1.949
1.600 kg2€2.003
2.000 kg14€2.199
2.500 kg3€2.519
2.700 kg4€2.909

Der Preis folgt dabei eher Marke, Größe und Material als dem Gewicht. Was Sie tatsächlich laden dürfen, ist die Nutzlast: das zulässige Gesamtgewicht minus das Leergewicht des Anhängers.

Die Innenmaße stehen bei allen Marken außer Variant im Namen, als Länge mal Breite in Zentimetern. Wie so ein Name zu lesen ist, zeigt Anssems: Bei Anssems steht GT für den ungebremsten Einachser, GTB für den gebremsten Einachser und GTT für den Tandem, die erste Zahl für das zulässige Gesamtgewicht und die zweite für Länge mal Breite in Zentimetern.

Maßgeblich für die Wahl ist das längste Stück, das regelmäßig mitfahren soll, plus etwas Luft zum Verzurren. Ein zu kurzer Kasten lässt sich nicht verlängern; ein zu großer wiegt mehr, lässt bei gleichem Gesamtgewicht weniger Zuladung übrig und ist von Hand mühsamer zu rangieren.

Führerschein und Anhängelast

Maßgeblich ist das zulässige Gesamtgewicht aus den Papieren, im Gesetz „zulässige Gesamtmasse“ genannt. Einen Anhänger bis 750 kg zulässiger Gesamtmasse darf jeder ziehen, der die Klasse B besitzt – eine Summe aus Auto und Anhänger muss dafür nicht gebildet werden. Voraussetzung ist nur, dass das Zugfahrzeug selbst unter die Klasse B fällt, also zulässig höchstens 3.500 kg wiegt und für nicht mehr als acht Mitfahrer gebaut ist. Dazu gehören alle ungebremsten Modelle hier.

Ohne Bremse gelten allerdings zwei Regeln, die oft übersehen werden: Ein Pkw darf einen Anhänger ohne eigene Bremse nur ziehen, wenn dieser auf einer einzigen Achse läuft; außerdem muss die Bremse des Autos auf alle seine Räder wirken. Für einen einachsigen Anhänger ohne Bremse zieht das Gesetz eine zweite Grenze: Seine Anhängelast darf höchstens die Hälfte der Summe aus Leergewicht des Zugfahrzeugs und 75 kg erreichen, in keinem Fall aber mehr als 750 kg. Gibt der Hersteller des Autos im Feld O.2 weniger frei, gilt der niedrigere Wert. Einige ungebremste Tieflader in dieser Auswahl haben zwei Achsen und sind deshalb hinter einem Pkw nicht zulässig. Sie tragen im Namen den Zusatz „2 Achsen, ungebremst“.

Über dieser Grenze wird gerechnet. Liegt das zulässige Gesamtgewicht des Tiefladers über 750 kg, genügt Klasse B nur, wenn Auto und Anhänger laut ihren Papieren zusammen auf nicht mehr als 3.500 kg kommen. Die Stützlast wird dabei nicht abgezogen, und wie voll der Anhänger tatsächlich beladen ist, spielt für diese Rechnung keine Rolle. Reicht das nicht, gibt es zwei Wege. Der erste heißt B96: Die Schlüsselzahl 96 erweitert Klasse B für Anhänger über 750 kg auf Gespanne mit bis zu 4.250 kg zulässiger Gesamtmasse. Eingetragen wird sie nach einer Fahrerschulung von mindestens sieben Stunden in einer Fahrschule; eine Prüfung ist dafür nicht vorgesehen. Der zweite ist der eigentliche Anhängerführerschein: Mit Klasse BE darf hinter einem Fahrzeug der Klasse B ein Anhänger bis 3.500 kg zulässiger Gesamtmasse hängen, ohne dass es auf die Summe beider Fahrzeuge ankommt. Damit reicht BE für jeden Tieflader in unserem Sortiment, sofern das Zugfahrzeug ihn ziehen darf.

Neben dem Führerschein zählt die Anhängelast. Was Ihr Auto ziehen darf, steht in seiner Zulassungsbescheinigung Teil I: Feld O.1 nennt die Anhängelast für Anhänger mit eigener Bremse, Feld O.2 die für Anhänger ohne. Das zulässige Gesamtgewicht des Tiefladers ist ein anderer Wert und steht in den Papieren des Anhängers.

Tempo 100 mit dem Tieflader

Mit Anhänger gilt außerorts Tempo 80. Tempo 100 ist für ein Gespann nur auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen erlaubt und nur, wenn das Zugfahrzeug ein Antiblockiersystem hat, die Zulassungsbehörde die 100 km/h in die Papiere des Anhängers eingetragen hat und hinten am Anhänger die gesiegelte Tempo-100-Plakette angebracht ist.

Die eigentliche Hürde ist das Gewichtsverhältnis. Für Tempo 100 darf der Anhänger zulässig nur ein bestimmtes Vielfaches der Leermasse des Zugfahrzeugs wiegen: das 0,3-Fache, wenn er keine Bremse oder keine hydraulischen Stoßdämpfer hat, das 1,1-Fache mit beidem und das 1,2-Fache mit einer zusätzlich zugelassenen Stabilisierungseinrichtung. Mehr als das zulässige Gesamtgewicht und die Anhängelast des Zugfahrzeugs ist in keinem Fall erlaubt. Für einen ungebremsten Tieflader mit 750 kg zulässigem Gesamtgewicht heißt das: Das Zugfahrzeug muss leer mindestens 2.500 kg wiegen. Dazu kommen Vorgaben zu Alter und Geschwindigkeitsklasse der Anhängerreifen.

Ob ein bestimmtes Modell die Ausstattung dafür mitbringt, hängt oft von der Ausführung ab, ein Beispiel: Die meisten gebremsten TPV-Tieflader gibt es ohne Radstoßdämpfer für 80 km/h oder mit Radstoßdämpfern für 100 km/h; bei den Offroad-Modellen sind die Dämpfer serienmäßig montiert. Fragen Sie im Zweifel nach, bevor Sie die Eintragung planen.

Aufbau, Bordwände und Zubehör

Beim Aufbau gehen die Marken verschiedene Wege: Böckmann und Anssems setzen auf Aluminium-Bordwände, Variant und Neptun auf Stahl (bei Neptun mit Trailwood und Bois auch auf Holz), Brenderup und TPV bieten beides an. Welches Material passt, hängt davon ab, was Sie laden: Stahl steckt Bauschutt und Schrott besser weg, beim Schieben und Rangieren von Hand macht sich das geringere Gewicht von Aluminium bemerkbar.

Wer mehr Volumen braucht, rüstet einen Tieflader mit Aufsatzbordwänden, einem Laubgitteraufsatz oder einer Flach- oder Hochplane aus. Für die Tieflader von Anssems führen wir die passenden Anhängerplanen auch einzeln; einige Modelle gibt es gleich im Paket mit Hochplane.

Ob sich die Ladefläche eines Tiefladers kippen lässt, hängt vom Modell ab; Brenderup, Neptun und Variant bieten das bei einem Teil ihrer Tieflader an. Die kippbaren Variant-Modelle mit „Wipp“ im Namen stehen zusätzlich bei den Kippanhängern.

Die Hersteller im Überblick

Die Hersteller im Überblick
HerstellerModellePreis ab
Neptun43€632
Anssems32€879
Böckmann24€1.119
TPV21€599
Brenderup20€710
Variant19€703
  • Böckmann baut seine Tieflader als Aluminium-Kastenanhänger mit eloxierten Alu-Bordwänden, rutschfestem Siebdruckboden und wartungsfreien Gummifederachsen mit Einzelradfederung, als Einachser und als Tandem.
  • Anssems baut Tieflader in drei Serien: GT-O, GT-R und BSX.
  • Neptun baut Tieflader in mehreren Reihen: Pratik für den täglichen Bedarf, Rustik als halbprofessionelle und Pro als professionelle Reihe, Trailwood und Bois mit Holzaufbau und Multi als multifunktionale Plattform.
  • Brenderup teilt seine Tieflader in die kleine Serie 1000 und die Serie 2000 mit verstärkten Bordwänden und niedriger Ladehöhe.
  • Bei TPV verrät das Kürzel Achsen und Bremse: TL-EU sind ungebremste Einachser, TL-EB gebremste Einachser und TL-TB4 das gebremste Tandem.
  • Variant führt seine Tieflader als leichte S-Serie, als S-Serie mit Kippfunktion (Wipp), als XL-Serie, als Edition-Serie und als niedrig gebaute F-Serie aus Stahl, deren Kipp-Modelle ebenfalls kippen.

Alle Anhänger einer Marke stehen gebündelt auf den Markenseiten: Neptun, Anssems, Böckmann, TPV, Brenderup und Variant.

Ansehen, kaufen, abholen

Unsere zwei Standorte liegen in Blankenheim in der Eifel und in Zülpich bei Köln. Ob ein bestimmtes Modell gerade auf einem der Höfe steht oder erst bestellt wird, klärt ein kurzer Anruf vorab. Wann wir geöffnet haben und unter welcher Nummer Sie uns erreichen, steht für beide Höfe auf der Kontaktseite – dort können Sie auch gleich einen Termin zur Beratung, für einen Rückruf, für die Werkstatt oder zur Abholung anfragen.

Die Tieflader von Anssems legen Sie direkt in den Warenkorb; für die Modelle der übrigen Marken schicken Sie uns eine Anfrage. Über den Shop verschicken wir nichts – Sie holen den Tieflader bei uns ab, eine Lieferung lässt sich individuell anfragen. Ob Inspektion oder Reparatur – darum kümmert sich unsere eigene Werkstatt, in Blankenheim ebenso wie in Zülpich.

Häufige Fragen zu Tiefladern

Brauche ich für einen Tieflader einen Anhängerführerschein?

Für die leichten Modelle nicht: Bis zur Grenze, die oben im Abschnitt zum Führerschein steht, genügt Klasse B – das gilt für alle ungebremsten. Bei schwereren kommt es darauf an, was Auto und Anhänger laut Papieren zusammen wiegen dürfen; reicht das nicht, helfen B96 oder der Anhängerführerschein BE. Ungebremste Tandems dürfen allerdings gar nicht hinter einem Pkw fahren, siehe oben.

Darf ich mit einem Tieflader Tempo 100 fahren?

Nur unter mehreren Bedingungen, unter anderem: auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen, mit Eintragung und Plakette, ABS am Zugfahrzeug und einem ausreichend schweren Zugfahrzeug. Bei ungebremsten Modellen ist gerade das Gewicht die Hürde; alle Bedingungen stehen oben.

Wann muss ein Tieflader zum TÜV?

Ein neuer Tieflader bis 750 kg zulässiger Gesamtmasse muss erstmals drei Jahre nach Zuteilung des Kennzeichens zur Hauptuntersuchung, danach alle zwei Jahre – das gilt mit und ohne eigene Bremse. Anders nur, wenn ein Betrieb ihn gewerblich ohne Fahrer vermietet und er nicht auf den Mieter zugelassen ist: Dann ist er jedes Jahr fällig. Ein gebremster Anhänger über 750 kg bis 3.500 kg muss vom ersten Kennzeichen an alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung. Bei Mietanhängern, die ein Betrieb gewerblich ohne Fahrer überlässt und die nicht auf den Mieter angemeldet sind, verkürzt sich die Frist auf zwölf Monate.

Welche Plane passt auf meinen Tieflader?

Das richtet sich nach Modellreihe und Innenmaß des Kastens und danach, ob eine flache Abdeckung genügt oder eine Hochplane mehr Raum schaffen soll. Für Anssems-Tieflader stehen die passenden Planen im Shop, bei anderen Marken fragen Sie kurz an.

Führen Sie auch Lkw- oder Baumaschinen-Tieflader?

Nein. Für Minibagger, Rüttelplatten und Lader gibt es die Maschinentransporter, für Autos die Autotransporter.

Kann ich einen Tieflader auch mieten?

Ja. Im Mietpark in Blankenheim stehen auch Tieflader, darunter einer mit Hochplane. Preise, Kaution und die Mietanfrage finden Sie auf der Seite Anhänger mieten.

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